Zum ersten Mal nach Vietnam

Ungewöhnliches Gefühl, wenn der Wecker am frühen Morgen klingelt und ich ohne zu schlummern von der ersten Sekunde an hellwach bin. Zwei Stunden und eine erste kleine Panik, dass wir den Zug verpassen könnten später, sitze ich mit einem Kaffe und Pusgi im Zug nach Zürich – mitten im Pendlerverkehr. Kurz darauf stehen wir bei der Edelweiss am Check In. Die freundliche Dame am Schalter erklärt uns, dass heute die erste Verbindung der Edelweiss nach Vietnam sei. Spannend! Nebst der üblichen Gepäckaufgabe und dem Ausstellen der Bordkarten kontrollierte die Dame unser Visa und schon bald begeben wir uns in Richtung Sicherheitskontrolle. Alles ziemlich normal bis wir beim Gate ankommen.

Dort nämlich erwartet uns ein riesiger Trubel. Es gibt ein kostenloses Apéro mit vietnamesischen Leckereien und Getränken, eine Show über vietnamesische Kampfsportarten, die Musik und die Deko – natürlich vietnamesisch. Die erste Flugverbindung soll ordentlich gefeiert werden – und wir helfen selbstverständlich gerne mit. Nachdem der CEO der Edelweiss das rote Band und einen riesigen Kuchen zerschnitten hat, können wir boarden und natürlich Kuchen essen. 12 Stunden und einen sehr angenehmen Flug später erreichen wir bei Morgendämmerung Ho Chi Minh City. Dort empfängt uns die Feuerwehr mit einer Wasserdusche. Anscheinend macht man das mit ersteintreffenden Airlines so..

Todmüde aber glücklich treffen wir mit unserem viel zu teuren Taxi, das wir uns am Flughafen andrehen liessen um 7.30 Uhr in der Früh bei unserem Hostel ein. Viel zu früh natürlich um einzuchecken, dennoch werden wir von der Besitzerin sehr herzlich und mit frischen Wassermelonen und Wasser begrüsst. Jetzt nur nicht einschlafen. Wir tauschen Hosen in kurze Hosen und Pullover in Shirts um und steuern danach originalen vietnamesischen Kaffee an. Himmlisch! Aber auch das hilft nicht wirklich. Bis um 12 Uhr schaffen wir es die Zeit irgendwie zu überbrücken, dann halten wir es nicht mehr aus. Wir gehen zurück zum Hostel. Und tatsächlich, zwei Stunden vor offiziellem Check In dürfen wir unser Zimmer beziehen. Und obwohl man eigentlich nicht sollte – wir haben uns „kurz“ hingelegen. Als der Wecker nach zwei Stunden klingelte, wir aber hörten, dass gerade eine Regenschauer wütete, haben wir uns weitere zwei Stunden gegönnt.

Zum Abschluss dieses ersten, energielosen Tages haben wir unsere Weiterreise nach Can Tho geplant und zum Znacht unsere erste Pho Bo (vietnamesische Noodle Soup) gegessen.