Auf Safari in der archäologischen Anlage von Polonnaruwa

POLONNARUWA – Nach einem erneut sehr herzlich zubereiteten, einheimischen und unglaublich leckeren Frühstück bringt uns Roi am Vormittag an die Bushaltestelle um von Dambulla nach Polonnaruwa zu gelangen. Aufgrund vieler Empfehlungen ziehen wir es vor, die alchäologischen Funde in Polonnaruwa statt in Anaradaphura zu besuchen. Diese seien dort einerseits viel besser erhalten und liegen von der Distanz her weniger weit auseinander, wehalb sich das Gelände einfach mit dem Velo erkunden lässt. Kaum aus Roi’s Auto ausgestiegen fährt schon ein Bus hin, der uns mitnimmt. Busfahren in Sri Lanka ist wirklich keine Schwirigkeit, auch hatten wir bis dahin noch nie Bekanntschaft mit den berüchtigten Fahrstilen der Driver gemacht. Übrigens, das Ticket wird erst nach dem Einsteigen im Bus drin erworben. Nachdem an ein paar folgenden Stationen ein paar Menschen ausgestiegen waren, fanden wir sogar einen Sitzplatz bis nach Polonnaruwa. In Polonnaruwa mieten wir uns gleich an der Busstation ein Velo (wieder eher Rostesel als Drahtesel – zudem sind sie wohl bei Regen draussen gestanden, weshalb ich für den Rest des Tages einen nassen Hintern hatte. Gott sei dank ist das bei 28 Grad nicht ein all zu grosses Problem) und fahren damit zum Ticketschalter für die archäologischen Anlagen. Polonnaruwa selbst gleicht eher einer einzigen Baustelle, wobei jedoch nicht zu erkennen ist, ob sich die Gebäude im Auf- oder Abbau bedinden. Vielleicht müssen die sogar einfach so sein.

Das gemütliche Pedalen durch die idyllische Anlage mit eindrücklichen Überbleibsel von Tempeln gestaltet sich sehr zufrieden. Immer wieder halten wir an um eine Ruine zu besichtigen, etwas zu trinken oder Tiere zu beobachten. Von denen gibt es nämlich unzählige. Nebst den streunenden Hunden, die es überall gibt, sind vor allem die Affen (von denen gibt es in Polonnaruwa verschiedene Arten) unterhaltsam. Einem dabei zuzusehen, wie er einen Mülleimer sortiert und dabei mehrere Male fast in den Eimer fällt hat schon seinen Unterhaltungswert. Und obwohl sie untereinander teils sehr aggressiv sein können haben wir festgestellt, dass sie eigentlich unglaubliche Angsthasen sind. Ausser (!) sie haben ein Baby dabei oder du hast etwas Essbares in der Hand. 🙂 Weiter haben wir erneut Palmenhörnchen gesehen, natürlich sehr viele verschiedene Vögel, einen riesigen Bullen, der in der Anlage umherschlenderte, einige Warane, ein ganz kleines Mäuschen, das im Dunkeln eines Tempels etwas am Schnousen war, eine (schade und beruhigend zugleich) überfahrene Schlange – ja, wir haben einiges gesehen. Die Tempelruinen sind zwar erneut sehr eindrücklich, jedoch dieses Mal meiner Meinung nach nicht mit Angkor Wat oder Sigiriya zu vergleichen. Zudem habe ich die „Steinhäufen“ langsam aber sicher gesehen.

Etwas müde aber glücklich und zufrieden machen wir uns um ca. halb fünf Uhr auf den Rückweg nach Dambulla, wo wir nun zum ersten Mal einen Driver mit sehr spitzem Fahrstil erwischen. Selbst auf dem Sitzplatz musste ich mich die ganze Fahrt über halten um in den Kurven nicht vom Sitz zu fallen. Dennoch sehe ich auf dem Weg tatsächlich den ersten Elefanten in freier Wildbahn. Er badete in einem See nahe der Strasse. In Dambulla angekommen gehen wir nochmals ins am ersten Abend besuchte Restaurant zum Znacht, kaufen uns in einem Supermarkt eine neue Zahnpasta und machen uns mit dem TukTuk auf den Weg zurück zu unserem Homestay.