Baden, Surfen, Silvestern

MIRISSA – Schon lange nichts mehr von mir gehört? Ich bin tiefenentspannt, braungebrannt (für meine Verhältnisse) und geniesse die Strandzeit. Nach Tangalle fuhren wir mit dem Bus nach Mirissa, wo wir für die Silvesternacht bleiben wollen. Mirissa ist eine kleinere Stadt entlang einer Hauptstrasse, die mehr oder weniger am Strand entlang führt und sehr sehr touristisch. Am ersten Abend geben wir den Strandrestaurants eine Chance. Aufgrund der engen Bestuhlung am doch so grossen Strand und den unzählig vielen Leuten bleibt wenig Gemütlichkeit übrig. Trotzdem essen wir direkt am Meer Znacht wo uns ab und an sogar eine starke Welle um die Beine schleicht. Tag zwei starten wir nach dem Zmorge in einem TukTuk Richtung Welligama. Ein Surferparadies nicht weit von Mirissa. Wir mieten uns erneut ein Surfboard (diesmal ein etwas kleineres, weil das grosse Pusgi etwas gegen den Strich geht) und versuchen es erneut. Die Angelegenheit auf dem kleineren Board ist sehr viel instabiler, aber auch da schaffe ich es nach ungefähr einer Stunde paddeln zwei drei Mal auf dem Brett zu stehen. Doch dann macht mir etwas anderes einen Strich durch die Rechnung. Im Meer schwimmen unglaublich viele Plankton, die einem piecksen. Das ist an und für sich nichts tragisches, nur scheine ich darauf allergisch zu reagieren. Ich bin von Kopf bis Fuss übersäht von kleinen Stichen, die sich analog eines kleinen Mückenstichs äussern jedoch unglaublich viel mehr jucken. Also verbringe ich den Rest des Tages am Strand. Pusgi versucht sich weiterhin im Surfen, bis die Wellen nachlassen. Wir fahren zurück nach Mirissa, wo wir uns für den Silvesterabend frisch machen. Zuerst geht es zusammen mit Pusgis Familie und Anhang in ein Restaurant abseits des Strandes zum Znacht. Bei Pusgis Gericht scheinen wohl die grossen Teller ausgegangen zu sein, weshalb er zwangsweise nur eine kleine Portion bekommt und mein grillierter Tunafisch ist eigentlich nur eines: trocken. Ansonsten scheint das Znacht zu schmecken. Danach gehts ab an den Strand wo uns wegen Silvester eine riesige Menschenmenge und unterschiedlichste Musik aus kleinen DJ Zelten empfängt. Wir schnappen uns ein Bier und laufen den Strand hoch und runter. Das grösste Spektakel sind eigentlich die misslungenen Versuche Raketen anzuzünden. Die einen landen vor der Explosion im Meer, die anderen sind so schief, dass die Leute am Strand attackiert werden, nochmal andere bleiben im Sand stecken und explodieren am Boden. Spezielles Gefühl an Silvester in kurzen Hosen und barfuss im Sand zu tanzen. Ab und an fliesst sogar eine Welle Meerwasser auf die Tanzfläche. Nach Mitternacht wird selbstverständlich auf das neue Jahr angestossen. Die Freude am neuen Jahr wird mir aber sehr rasch genommen als die unmengen an Touristen einen sehr schönen und grossen Krebs solange jagen, fangen und wieder wegwerfen bis er tot ist. Das machte mich sehr traurig und gab mir stark zu denken. Später zieht es uns zu einem Zelt ganz am Ende des Strandes, wo eine Liveband spielen soll. Die ist aber nicht besonders berauschend, weshalb wir etwas später aufgeben und uns Richtung Bett begeben.

Tag drei in Mirissa startet etwas später. Und auch diesesmal fahren wir nach Welligama. Pusgi will erneut surfen. Ich halte mich wegen der Plankton lieber ausserhalb des Wasser auf. Das bedeutet sünnele, nachschlafen und lesen. Als Pusgi ziemlich erschöpft aus den Wellen zurückkehrt, fahren wir nach einem Kottu Rotti und einem frischen Fruchtsaft zurück nach Mirissa und liegen da noch ein wenig an den Strand, wo Pusgi sofort einschläft. Die Stimmung am Abend am Strand ist herrlich und ich geniesse die Zeit. Nach dem Duschen gehts zum Znacht abseits des Strandes, in ein Restaurant mit sehr herzigem Gärtli und kurz nach dem Essen auch schon wieder ins Bett.