Strandtage im Paradies

UNAWATUNA – Am zweiten Januar gehts schon fast zum letzten Mal ein Haus weiter in das wunderschöne Unawatuna. Als wir dort mit dem Bus ankommen, nehmen wir uns ein TukTuk zu unserem Guesthouse hoch oben auf einem Hügel. Dort erwartet uns die erste Überraschung. Anscheinend hat der frisch gebackene Gastgeber unsere Reservation nicht auf dem Radar. Er gibt uns für eine Nacht ein anderes Zimmer, was bedeutet, dass wir morgen nochmals Zimmer wechseln müssen. Für uns nicht weiter tragisch – wir deponieren unser Gepäck im nicht gebuchten Zimmer und machen uns durch ein kleines Waldwägli nach unten in das süsse kleine Dörfli. Unawatuna ist zwar auch touristisch aber viel weniger überlaufen als Mirissa. Es gibt keine Hauptstrasse, die durch das Dorf führt, dafür unzählige süsse Boutiquen, Restaurants, Kaffees und Rotishops. Wir machen uns auf Entdeckungstour an den Strand, wo wir in einem Restaurant einen kleinen Snack verdrücken und zufälligerweise auf Märcu und Andrina stossen, die von Mirissa aus mit dem Scooty unterwegs sind. Nach einer Dusche und einem erfolgreich abgewehrten Hundeangriff auf Pusgi finden wir uns in einem von unserem Host empfohlenen gemütlichen Strandrestaurant mit dem nahezu besten Rice&Curry, das wir auf unserer Reise je hatten. Komplett vollgefressen (ich kann es nicht anders ausdrücken) lehnen wir uns zurück. Sogar das Servicepersonal ist etwas erstaunt darüber, was wir alles gegessen haben und meinte auf unser Lob an das Essen nur: „Ja, das sehe ich, dass es euch geschmeckt hat.“ und lacht lauthals drauflos.

Am Tag darauf gehts nach einem sehr leckeren sri lankesischen Zmorge ab an den Strand, wo wir ausser baden, sünnele und lesen nicht viel mehr machen. Am Nachmittag geht Pusgi zusammen mit Märcu auf einen Tauchgang, während für mich das Programm unverändert weitergeht. Nachdem die beiden zurück sind machen wir uns parat, um zusammen mit der gesamten Scherrer Family in Galle Abendessen zu gehen. Das Treffen aller Parteien stellte sich aber aufgrund der unterschiedlichen Anreisearten etwas mühsam heraus. Znacht bekommen wir dennoch und kehren satt wieder zurück nach Unawatuna. Tag zwei startet etwas früher. Pusgi und Märcu gehen um 9.00 Uhr in der Früh auf einen erneuten Tauchgang zu einem Schiffwrack. Ich lege mich gemütlich an den Strand und gehe den üblichen Strandaktivitäten nach: sünnele, bädele, lesen. Nach erfolgreicher Rückkehr und einem leckeren Roti gehts am Nachmittag nochmals nach Galle, wo wir heute noch etwas durch die Läden ziehen. Galle Fort ist ein sehr herziges Stadtviertel, das aufgrund der festen Mauern vom Tsunami grösstenteils verschont blieb und somit immer noch in portugisischer Pracht erscheint. Die Bauten, in welchen heute die vielen süssen Shops untergebracht sind, sind absolut sehenswert! Vor allem die bezaubernden Innenhöfe, über die fast jedes Gebäude verfügt. Zum Znacht treffen wir uns erneut mit der Scherrer Family in Unawatuna, da sich unsere Wege ab Morgen trennen werden. Es gibt wieder einmal Rice&Curry in einem sehr authentischen Restaurant.

Tag drei in Unawatuna startet etwas weniger schön. Eigentlich stand heute nochmals ein Strandtag auf dem Programm, der dann massiv abgekürzt wurde. Unser Gastgeber hat nämlich erneut ein Chaos in seinen Buchungen und hat bereits um 11.00 Uhr Gäste am Empfang stehen, die in unser Zimmer einchecken wollen. Obwohl der Fehler ganz offensichtlich bei ihm liegt ist sein Verhalten äusserst unkooperativ. Also gilt es für uns kurzfristig ein anderes Guesthouse für eine Nacht zu buchen, zusammenzupacken und zu verschieben. Das neu bezogene Zimmer ist zwar super (es ist ein umgebauter Schiffscontainer) und die Gastgeber massiv freundlicher als vorher, dennoch hat mich dieser Vorfall sehr genervt. Am Nachmittag treffen wir mit erwas Verspätung doch noch am Strand ein, wo Märcu und Andrina bereits auf uns warten. Es stehen nämlich noch einige Jasspartien an, die für uns Frauen diesmal weniger erfreulich ausgehen als in Udawalawa. Die erste gibts bereits zum Sonnenuntergang in einer Strandbar vor dem Duschen.