Der nahezu perfekt kegelförmige Mt. Taranaki und sein Einfluss auf die Umgebung

NEW PLYMOUTH – Nach einer mehr oder weniger angenehmen, ungefähr vierstündigen Autofahrt erreichen wir New Plymouth, wo wir nach erfolgtem Check-In und erster grösserer Auseinandersetzung den Badestrand aufsuchen. Der zeigt sich wegen des nahegelegenen Vulkans Mt. Taranaki nicht braun oder weiss, sondern schwarz. Das Wasser ist unglaublich kalt und der Wind auch frischer als noch an der Nord(ost)küste der Insel. Wir schlendern den Strand auf und ab bevor wir in die Innenstadt, falls man das so nennen kann, fahren. Nahe des Sights Wind Wand parkieren wir unser Auto, weshalb wir dieses kurz besichigen. Und mit kurz meine ich wirklich kurz, den Hype um dieses angeblich so beeindruckende Kunstwerk und Wahrzeichen von New Plymouth kann ich nämlich nicht wirklich nachvollziehen. Da ist die Robbe auf einem Felsen im Meer schon wesentlich spannender. In der Stadt selbst ist wenig bis nichts los. Sämtliche Shops schliessen an normalen Wochentagen zwischen vier und fünf Uhr am Nachmittag und sowohl auf den Strassen als auch in Restaurants sind nur spärlich Leute unterwegs. In einem, von der Dame an der Rezeption empfohlenen, Restaurant essen wir etwas Znacht und trinken ein Bier, bevor wir uns auf den Weg in den nahe gelegenen Stadtpark Pukekura machen, in dem zur Zeit ein Lichterfestival stattfindet. Der Parkt ist schon ohne die Lichter sehr schön und entspannend, doch die Lichter verleihen ihm einen ganz besonderen Charme.

Tag zwei in New Plymouth startet für mich erneut etwas langsamer. Nicht dass ich die vergangenen Nächte gut geschlafen hätte, aber diese war nun wirklich mies und ich fühlte mich gar nicht gut. Auf dem Programm steht ein Besuch im Museum Puke Ariki, wo wir viel über den Berg respektive Vulkan Mt. Taranaki und dessen Einfluss auf die umliegende Natur, das Wetter und sogar auf die hiesige Bevölkerung erfahren. Trotz enormer Müdigkeit kann ich den Besuch einigermassen geniessen und ziemlich viele Informationen mitnehemen. Im Anschluss an den Museumsbesuch klappern wir die restlichen Sights von New Plymouth ab – das einzigartige Gebäude der Govett-Brewster Art Gallery, den Clocktower, die St Mary Kathedrale und nach einer kleinen Verschnaufpause zu Hause im Backpacker auch noch die Te Rewa Rewa Bridge. Zum Znacht fahren wir erneut in die Nähe des am Morgen besuchten Museum, wo wir auf einer gemütlichen Terrasse mit Aussicht auf das Meer essen.

An unserem letzten Tag in New Plymouth steht Mt. Taranaki noch zentraler auf unserem Tagesprogramm. Wir wollen ihn nämlich im Mt. Egmont (wie er auf Englisch heisst) National Park selbst erkunden. Vom Visitor Center bei den Dawson Falls unternehmen wir zwei unterschiedlich ungefähr 90-minütige Wanderungen respektive eher Spaziergänge und bestaunen wunderschöne Natur – selbstregulierende Wälder, kristallklares Bergbachwasser und vielfälltige Tier- (vor allem Vogel) welt. Auf einem der beiden Spaziergänge bekommen wir eben diese Dawseon Falls zu Gesicht. Das Wetter ist, wer hätte es anders gedacht, sehr bedeckt. Sämtliche Wolken, die vom Wind über die Ebenen des Meers und des umliegenden Landes geweht werden, bleiben am hohen, nahezu perfekt kegelförmigen Berg hängen. Deshalb ist auch die Temperatur auf den Wanderungen oben am Berg sehr viel angenehmer als unten in der Stadt. Dennoch brauchen wir nach dem Tag eine Abkühlung im Meer. Zum Znacht gibts diesmal etwas Schnelles aus dem KFC dafür noch ettlichen Recherche- und Buchungsaufwand für unsere Weiterreise auf der Südinsel von Neuseeland. Morgen dann gehts weiter Richtung Wellington – der Hauptstadt.

(Nein, das letzte Bild ist nicht gephotoshopt – der Berg konnte sich am späteren Nachmittag / frühen Abend von seinen Wolken befreien, weshalb wir für ein tolles Foto nochmals einige Kilometer zurückgefahren sind.)