Ein in Sonnenstrahlen leuchtender See umgeben von Bergen

WANAKA – Nein, das ist nicht ein Traum. Das ist Wanaka! Schon die Autofahrt von den Blue Pools nach Wanaka ist absolut traumhaft. Sobald der stahlblaue Lake Wanaka hinter dem passierten Berg zum Vorschein kommt, nimmt er mein Herz in Beschlag. Die Farbkombination aus baluem See, braungelben Bergen, grünen Wäldern, grauen Bergspitzen, sommerlicher Nachmittagssonne – ich kann es gar nicht beschreiben. Und fotografieren kann ich es auch nicht. Das muss man erlebt haben!

Nachdem wir bei Linda, unsere Air B’n’B Gastgeberin, unsere Schlüssel für das gemietete kleine aber sehr feine Studio abgeholt haben, zieht es uns gerade wieder an den See. Nun aber ins Zentrum von Wanaka. Auch das ist mehr als entzückend – sehr überschaubar aber absolut liebenswürdig. Viele kleine Shops, süsse Restaurants und Cafés, jede Menge Leute und angenehme Temperaturen. In einem Restaurant nahe des Sees essen wir sehr lecker Znacht, bevor wir am Ufer entlang zum wohl bekanntesten Baum neuseelands schlendern. Der Baum an sich ist zwar ziemlich enttäuschend (klein und dürr) aber das vielgesehene Foto mache ich natürlich dennoch gerne. Und es hat schon seinen Reitz.

Am nächsten Morgen gehts früh los – wir (also so wie es zuerst scheint wohl eher nur ich) wollen einmal so eine richtige Wanderung machen und haben uns den Roys Peak zum Ziel gesetzt. Sechs Stunden, 16 Kilometer, 1200 Höhenmeter mal zwei (hinauf und hinab) – das steht bevor. In einem Supermarkt decken wir uns mit Müesli-Riegeln, Bananen und ausreichend Flüssigkeit ein, bevor wir den Berg um ca. 8.30 Uhr in Angriff nehmen. Der Aufstieg ist anstrengend, keine Frage, aber absolut machbar. Nur ein ein einziges Mal hatte ich tatsächlich das Gefühl jetzt umdrehen zu wollen. Das Gefühl, nach knapp drei Stunden oben auf dem Gipfel zu stehen… einfach nur klasse! Und die Aussicht noch viel besser! Damit wir uns bei dem starken Wind, dert dort oben weht, und den schweissnassen Kleidern nicht gerade erkälten, gehts nach einer Banane und ein paar Selfies an den Abstieg. Dieser geht in die Knie, aber auch der ist machbar und wesentlich weniger schweisstreibend als der Aufstieg. Vielleicht liegt es auch am zunehmend bedeckten Himmel. Nur ungefähr zwei Stunden später (also insgesamt fünf Stunden) sind wir wieder unten. Bevor es zurück in den Supermarkt (diesmal für Blasenpflaster und Magnesiumtabletten – beides nicht für mich 😉 ) geht, werden brav die noch warmen Muskeln gedehnt.

Zurück im Studio ist das kurze Hinlegen und Beine hochlagern mindestens genau so nötig wie die Dusche. Für ein Fish’n’Chips zieht es uns nochmals ins Zentrum, aber das Bett hat heute schon eine besonders starke Anziehungskraft, weshalb der Abend nicht sehr alt wird.

Am Tag darauf steht wegen einer Schlechtwetterprognose nicht viel auf dem Programm und das Ausschlafen kommt gerade sehr gelegen. Und nein, der Muskelkater ist tatsächlich nich so tragisch wie erwartet – ich weiss nicht, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist. Weil das Wetter besser als angenommen ist, wird der angebrochene Tag nach einem Stadtbummel am Nachmittag zum gemütlichen Strandtag am See.